- Nationalität
- Deutsch
- Geboren
- 03.01.1908
Dorothea Wieck, geboren als Dora Bertha Olavia Wieck, war eine bedeutende deutsche Theater- und Filmschauspielerin. Sie wurde 1908 in Davos in der Schweiz geboren und starb 1986 in Berlin. Bereits mit 16 Jahren debütierte sie auf der Bühne in Wien, gefolgt von Engagements in München und Frankfurt.
Ihren internationalen Durchbruch erzielte sie 1931 mit der Rolle der Fräulein von Bernburg im Film Mädchen in Uniform unter der Regie von Leontine Sagan. Dieser Pionierfilm thematisiert die verbotene lesbische Liebe einer Schülerin zu ihrer Lehrerin und gilt als Meilenstein des queeren Kinos. Wiecks nuancierte Darstellung des inneren Konflikts machte sie weltberühmt.
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten ging sie nach Hollywood, kehrte jedoch als vermeintliche Spionin denunziert zurück. Sie drehte rund 50 Filme, stand auf der Gottbegnadeten-Liste und war mehrmals Tischgast bei Hitler. Nach dem Krieg konzentrierte sie sich auf Theater, leitete eine Schauspielschule und trat in Fernsehrollen auf, darunter in Der Kommissar. Ihr Werk bleibt ein wichtiger Beitrag zur deutschen Filmgeschichte mit starkem LGBT-Bezug.