- Nationalität
- Amerikanisch
- Geboren
- 03.02.1957
Marlon Riggs (1957–1994) war ein einflussreicher US-amerikanischer Filmemacher, Autor, Dichter und LGBT-Aktivist. Geboren in Fort Worth, Texas, in einer afroamerikanischen Familie, studierte er an der Harvard University und erlangte 1981 einen Master in Journalistik an der University of California, Berkeley. Riggs widmete sich der Produktion und Regie von Dokumentarfilmen, die Rassismus, Sexualität und afroamerikanische Identität thematisierten.
Bekannte Werke umfassen Ethnic Notions (1987), das rassistische Stereotype beleuchtet und einen Emmy gewann, sowie Tongues Untied (1989), ein bahnbrechendes Porträt schwarzer schwuler Sexualität. Weitere Filme wie Color Adjustment (1992), Non, Je Ne Regrette Rien und Black Is... Black Ain't (1994) kritisierten Medienbilder und persönliche Kämpfe mit HIV. Als schwuler Schwarzer Mann stellte Riggs gesellschaftliche Tabus infrage und gründete 1991 die Produktionsfirma Signifyin' Works. Seine Arbeiten lösten Debatten über Zensur und Identität aus. Riggs starb 1994 an AIDS-bedingten Komplikationen in Oakland.