Paolo Bonacelli

Nationalität
Italienisch
Geboren
28.02.1937

Paolo Bonacelli, geboren am 28. Februar 1937 in Civita Castellana, war ein renommierter italienischer Schauspieler, der über mehr als 120 Film- und Fernsehproduktionen eine beeindruckende Karriere absolvierte. Nach seinem Abschluss an der Accademia d’Arte Drammatica in Rom debütierte er auf der Bühne neben Vittorio Gassman und eroberte bald das Kino. Seine erste Filmrolle hatte er 1964 in 'Corpse for the Lady'.

Bonacelli wurde international bekannt durch kontroverse Rollen wie den Herzog (Fürst Blangis) in Pier Paolo Pasolinis provokativem Meisterwerk 'Salò oder die 120 Tage von Sodom' (1975), das explizite Themen von Machtmissbrauch und Sexualität thematisiert und im Kontext von Pasolinis queerer Perspektive einen LGBT-Bezug aufweist. Weitere markante Auftritte folgten als Rifki in 'Midnight Express' (1978), Cassius Chaerea in Tinto Brass' 'Caligula' (1979) sowie Don Luigi Magalone in 'Christus kam nur bis Eboli' (1979). Er arbeitete mit Regisseuren wie Michelangelo Antonioni, Roberto Rossellini, Elio Petri und Liliana Cavani zusammen. 1992 erhielt er den Nastro d'Argento als Bester Nebendarsteller für 'Johnny Stecchino' mit Roberto Benigni. Später spielte er in 'The American' (2010) und 'Mission: Impossible III'. Bonacelli verstarb am 8. Oktober 2025 in Rom.

Filmografie