- Nationalität
- Deutsch-französisch
- Geboren
- 23.09.1938
Romy Schneider, geboren als Rosemarie Magdalena Albach, war eine der bedeutendsten deutsch-französischen Schauspielerinnen des 20. Jahrhunderts. Sie begann ihre Karriere mit 15 Jahren an der Seite ihrer Mutter Magda Schneider in Filmen wie Wenn der weiße Flieder wieder blüht (1953). Der internationale Durchbruch gelang ihr 1955 bis 1957 mit der Rolle der Kaiserin Elisabeth in der Sissi-Trilogie, die sie weltberühmt machte.
Auf der Suche nach anspruchsvolleren Rollen übersiedelte sie 1958 nach Paris, wo sie Theaterdebüt mit Schade, dass sie eine Hure ist unter Luchino Visconti gab. Bekannte Filme folgten wie Der Swimmingpool (1969) mit Alain Delon, Die Dinge des Lebens (1970) und César und Rosalie (1972). In den 1970er Jahren feierte sie unter Regisseuren wie Claude Sautet und Visconti Höhepunkte mit Nachtblende (1975) und Eine einfache Geschichte (1978), für die sie César-Preise erhielt.
Ein direkter LGBT-Bezug ergibt sich aus ihrer Arbeit mit Visconti, einem prominenten schwulen Regisseur, und Rollen in queeren Kontexten wie Ludwig II. (1972), wo sie die Kaiserin neben Helmut Berger als Märchenkönig verkörperte. Schneider starb 1982 in Paris.