- Nationalität
- Amerikanisch
- Geboren
- 01.01.1944
Andrew Holleran, geboren 1943 oder 1944 auf Aruba als Eric Garber, ist ein US-amerikanischer Schriftsteller und ein zentraler Vertreter der schwulen Post-Stonewall-Literatur. Aufgewachsen in einer katholischen Familie, verbrachte er seine Kindheit auf der karibischen Insel, bevor die Familie 1961 nach Florida zog. Nach einem Studium an der Harvard University und der Iowa Writers' Workshop diente er in der US-Armee in Deutschland, wo er seine erste schwule Erfahrung machte und eine Kurzgeschichte an den New Yorker verkaufte.
Sein Debütroman Dancer from the Dance (1978, dt. Tänzer der Nacht) wurde ein Meilenstein der schwulen Literatur und schildert exzessiv die New Yorker Schwulenszene der 1970er Jahre in Discos, Saunen und Parks, geprägt von Sinnlichkeit, aber auch existenzieller Verzweiflung. Weitere Werke wie Nights in Aruba (1983), stark autobiografisch, thematisieren Selbstfindung und Familienbande. Die AIDS-Krise prägte seine Essaysammlung Ground Zero (1988) und spätere Romane wie The Beauty of Men (1996) oder Grief (2006), die Melancholie und Sterblichkeit beleuchten. Als Mitglied der Violet Quill-Gruppe mit Autoren wie Edmund White unterrichtete er Kreatives Schreiben und lebt heute in Florida.