Eve Kosofsky Sedgwick

Nationalität
Amerikanisch
Geboren
02.05.1950

Eve Kosofsky Sedgwick (1950–2009) war eine der einflussreichsten US-amerikanischen Theoretikerinnen der Gender Studies und Queer Theory. Geboren in Dayton, Ohio, promovierte sie 1975 an der Yale University in englischer Literatur und lehrte anschließend an renommierten Institutionen wie dem Hamilton College, der Boston University, dem Amherst College, der Duke University – wo sie Newman Ivey White Professor war – und zuletzt am CUNY Graduate Center in New York.

Sedgwick gilt als Pionierin der Queer Theory. Ihre wegweisenden Werke, darunter Between Men: English Literature and Male Homosocial Desire (1985) und Epistemology of the Closet (1990), analysieren, wie homophobe Strukturen die westliche Kultur, Sexualität, Intimität und Geschlechterrollen geprägt haben. Beeinflusst von Feminismus, Marxismus und Poststrukturalismus, schuf sie einen interdisziplinären Ansatz, der Literaturkritik mit gesellschaftlicher Analyse verknüpft. 1991 diagnostiziert mit Brustkrebs, reflektierte sie in A Dialogue on Love (deutsch: Ein Gespräch über die Liebe) ihre Erfahrungen mit Krankheit, Depression und Geschlechtsidentität.

2005 wurde sie in die American Academy of Arts and Sciences und 2006 in die American Philosophical Society aufgenommen. Als charismatische Mentorin prägte sie eine Generation von Akademikerinnen und beeinflusste nachhaltig die queere Theorie.

Bücher