Das Buch ist ein Pionierwerk der Queer-Theorie und beleuchtet das Kontinuum zwischen homosozialem und homoerotischem Begehren in der Literatur, wodurch es die starren Grenzen von Hetero- und Homosexualität dekonstruiert. Es hat maßgeblich die LGBT-Forschung und Gender Studies geprägt.
"Between Men: English Literature and Male Homosocial Desire" von Eve Kosofsky Sedgwick, erstmals 1985 veröffentlicht, ist ein wegweisendes Sachbuch der Queer-Theorie. Es analysiert die enge Verflechtung homosozialer (männlich-männlicher) Beziehungen und homoerotischer Wünsche in der englischen Literatur vom 18. bis 20. Jahrhundert. Sedgwick untersucht Werke von Autoren wie Shakespeare, Dickens und James und zeigt, wie patriarchale Strukturen Frauen als Vehikel für männliche Bindungen instrumentalisieren.
Der zentrale **LGBT-Bezug** liegt in der Dekonstruktion des Homosozialen Kontinuums: Sedgwick argumentiert, dass die Grenze zwischen 'nur freundschaftlicher' Männlichkeit und offener Homosexualität künstlich und gesellschaftlich erzwungen ist. Dieses Konzept revolutionierte das Verständnis von Sexualität und Geschlecht. Das Buch gilt als grundlegend für Gender Studies, Feministische und Queer-Theorie, da es traditionelle heteronormative Lesarten herausforderte und die Sichtbarkeit homoerotischer Dynamiken in der 'heterosexuellen' Literatur etablierte. Es bleibt ein Meilenstein für die Erforschung männlicher Intimität jenseits binärer Kategorien.
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