Trans Hauptfigur/-erzählstimme im Zentrum; Lambda Literary Award Finalist 2026 (Transgender Poetry).
In „Algarabía“ erfindet Roque Raquel Salas Rivera einen Ursprungsmythos für trans Menschen abseits kolonialer Literaturtraditionen. Erzählt wird das Versepos von Cenex, einem trans Wesen aus der Parallelwelt Algarabía, das auf sein Leben zurückblickt: eine Kindheit in Krankenhäusern, Jahre als Versuchsobjekt, ein Leben in der Vorstadt, Reisen mit einer selbstgewählten queeren Gemeinschaft.
Der zweisprachige Text, geschrieben in puertoricanischem Spanisch und einer eigens adaptierten englischen Fassung, verwebt Stimmen cisgeschlechtlicher Autor*innen über trans Figuren mit historischem und juristischem Material sowie Bezügen zur Taíno-Kosmologie und zur Popkultur. Aus diesem Material entsteht kein lineares Gedicht, sondern ein vielstimmiges Epos, das Cenex' Geschichte immer wieder neu befragt. Das 448 Seiten starke Werk erschien 2025 beim unabhängigen Lyrikverlag Graywolf Press und war 2026 als Lambda Literary Award Finalist in der Kategorie Transgender Poetry nominiert.
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