Autorin ist Lambda Literary Award Finalistin 2026 (Bisexual Fiction) für dieses Buch; queere Perspektive durchzieht die Erzählungen.
Eine geköpfte Leiche stört eine Quinceañera. Aus dem Rücken einer Krankenhausangestellten wächst ein empfindsamer Schwanz. Ein gecancelter Musiker sucht Zuflucht in einem spukenden Punk-Haus in Boston. Melissa Lozada-Olivas Kurzgeschichtenband „Beyond All Reasonable Doubt, Jesus Is Alive!“ verhandelt Glauben und Wahn über Körperhorror und Fabulismus – fantastisch überzeichnet, aber mit einem sehr genauen Blick auf Frauen, die nach etwas hungern, an das sie glauben können, selbst wenn es wehtut.
Zwischen den Genres Horror, Satire und literarischer Fiktion springend, bleibt die Sammlung konsequent unbequem: Sie nimmt religiöse Sehnsucht ernst, ohne sie zu verklären, und findet im Körperlichen eine Sprache für Themen, die sich sonst schwer fassen lassen. Für das Buch war Lozada-Oliva 2026 als Lambda Literary Award Finalistin in der Kategorie Bisexual Fiction nominiert. Erschienen ist der 256 Seiten starke Band beim US-Verlag Astra House.
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