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Der Schwule und der Spießer

Der Schwule und der Spießer
Buch · Sachbuch
von Ulrike Heider
2019 · 256 Seiten

Eine Zeitzeugin erzählt von der frühen Schwulenbewegung der 1970er und 80er Jahre in Frankfurt, von der Gruppe RotZSchwul bis zu Aids, am Leben des 1992 verstorbenen Dichters Albert Lörken.

Als links engagierte Studentin und Hausbesetzerin war Ulrike Heider mit einigen zornigen jungen Männern befreundet, die 1971 in Frankfurt am Main die Politgruppe RotZSchwul (Rote Zelle Schwul) gründeten. Die beginnende Schwulenbewegung erschien ihr wie eine zweite 68er-Revolte: Provokation, sexueller Hedonismus und spielerische Aktionsformen knüpften an den Antiautoritarismus von 1968 an wie an die radikale Kritik an der Gesellschaft, von ihren undemokratischen Strukturen bis zu Ehe, Familie und schwuler Subkultur. Heider lässt die Atmosphäre der 1970er und 80er Jahre aufleben, erklärt die Positionen der rebellischen Schwulen aus ihrem historischen Zusammenhang und erinnert an die neue Diskriminierungswelle mit dem Aufkommen von Aids. Roter Faden ist das Leben und Wirken des 1992 an Aids gestorbenen Lyrikers Albert Lörken. Das Buch erschien als Band 76 der Bibliothek rosa Winkel.

Autor

Ulrike Heider
Fakten
Genre Sachbuch
Erscheinungsjahr 2019
Seiten 256
ISBN 978-3-86300-076-9

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