John D'Emilio zählt zu den Gründungsfiguren der akademischen Erforschung queerer Geschichte in den USA. In „Making Gay History" erzählt er, wie er als Doktorand im New York der 1970er-Jahre in eine gerade erst entstehende LGBTQ-Geschichtsschreibung hineinwuchs – zu einer Zeit, in der das Fach an den Universitäten noch nicht existierte und jede Forschungsarbeit zugleich politische Pionierarbeit war.
Das Buch ist die Fortsetzung seines früheren Memoirs „Memories of a Gay Catholic Boyhood" und verbindet persönliche Erinnerung mit der größeren Geschichte der amerikanischen Schwulenbewegung bis 1999, dem Jahr, in dem D'Emilio als einer der ersten Professoren gezielt für ein Lehramt in LGBTQ-Studien nach Chicago berufen wurde – für ihn ein Symbol dafür, wie weit sich das Feld seit seinen Anfängen etabliert hatte. D'Emilio ist heute emeritierter Professor für Geschichte sowie Gender- und Frauenforschung.
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