Essayband zur Rolle der Fotografie in queeren Communitys seit dem 19. Jahrhundert; Lambda Literary Award 2026.
Wie hat Fotografie queere Communitys seit dem 19. Jahrhundert sichtbar gemacht – und wie haben queere Menschen die Fotografie selbst genutzt, um sich der Deutungshoheit anderer zu entziehen? Dieser Frage geht der Essayband „Queer Lens: A History of Photography“ nach, herausgegeben von den Kuratoren Paul Martineau und Ryan Linkof für das J. Paul Getty Museum in Los Angeles.
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wie Jordan Bear, Ken Gonzales-Day, Alexis Bard Johnson und Derek Conrad Murray sowie die Fotografin Catherine Opie liefern Beiträge, die von frühen Porträtaufnahmen über Bilder queerer Wahlfamilien bis zu fotografischer Protestdokumentation reichen. Der reich mit Abbildungen ausgestattete Band erschien 2025 bei Getty Publications begleitend zu einer gleichnamigen Ausstellung im Getty Center, die von Juni bis September desselben Jahres lief.
2026 wurde „Queer Lens“ mit dem Lambda Literary Award in der Kategorie LGBTQ+ Anthology ausgezeichnet. Statt Fotografie nur als Werkzeug der Repräsentation zu behandeln, zeigt der Band sie als aktives Mittel queerer Selbstermächtigung – von den ersten heimlichen Studioporträts bis zu den Bildern heutiger Aktivistinnen und Aktivisten.
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