- Nationalität
- Norwegisch
- Geboren
- 16.12.1938
Liv Ullmann, geboren am 16. Dezember 1938 in Tokio als Tochter norwegischer Eltern, ist eine der bedeutendsten norwegischen Schauspielerinnen und Regisseurinnen. Ihre Karriere begann am Theater in Norwegen, wo sie bereits vor ihrem internationalen Durchbruch Rollen in Stücken wie 'Brand' und 'Mutter Courage' spielte. Der entscheidende Wendepunkt kam Mitte der 1960er Jahre durch die Zusammenarbeit mit Ingmar Bergman, mit dem sie nicht nur beruflich, sondern auch privat verbunden war. In seinen Filmen wie 'Persona' (1966), 'Schreie und Flüstern' (1972), 'Szenen einer Ehe' (1973) und 'Herbstsonate' (1978) verkörperte sie komplexe, psychisch nuancierte Frauenfiguren und wurde zu seiner Muse.
Bekannt wurde sie weltweit durch Jan Troells 'Emigranten' (1971), für das sie einen Golden Globe gewann und für den Oscar nominiert war. Weitere Höhepunkte sind 'Das neue Land' (1972) und 'Von Angesicht zu Angesicht' (1976), die ihr eine zweite Oscarnominierung einbrachten. Ab den 1990er Jahren wandte sie sich der Regie zu, mit Erfolgen wie 'Sofie' (1992) und 'Die Treulosen' (2000). 2022 erhielt sie einen Ehrenoscar. Ein direkter LGBT-Bezug fehlt in ihrer Biografie, doch ihre Rollen thematisieren oft Beziehungen, Identität und emotionale Tiefe.