- Typ
- Film
- Genre
- Drama, Horror
- Jahr
- 1968
- Laufzeit
- 84 Minuten
„Die Stunde des Wolfs“ (1968) ist ein psychologischer Horrorfilm von Ingmar Bergman, der die Grenzen zwischen Realität und Wahnsinn erforscht. Der Maler Johan Borg (Max von Sydow) zieht sich mit seiner Frau Alma (Liv Ullmann) auf eine abgelegene Insel zurück, um seiner Schaffenskrise zu entkommen. Geplagt von Schlaflosigkeit in der „Stunde des Wolfs“ – der Zeit vor dem Morgengrauen, in der Alpträume am realsten erscheinen – wird Johan von gespenstischen Visionen und bizarren Figuren heimgesucht, die aus seiner Psyche entspringen. Alma beobachtet machtlos, wie ihr Mann in den Abgrund des Wahnsinns abrutscht, während reale Nachbarn aus der Oberschicht sich als teuflische Verführer entpuppen.
Der Film thematisiert die Zerbrechlichkeit des Geistes und die Belastung künstlerischer Existenz. Obwohl kein expliziter LGBT-Bezug vorliegt, wird die intensive, ambivalente Beziehung zwischen Johan und Alma oft als queere Lesart interpretiert: Almas bedingungslose Hingabe und Johans innere Konflikte wecken Assoziationen zu unterdrückten Identitäten und emotionaler Isolation. Bergmans Werk gilt als Meisterwerk des Art-House-Kinos und beeinflusste zahlreiche Psychothriller.
Queerer Bezug: Der Film hat keinen direkten LGBT-Bezug, doch die obsessive Beziehung zwischen Johan und Alma sowie Themen wie Isolation und Identitätskonflikt laden zu queeren Interpretationen ein.