- Nationalität
- Amerikanisch
- Geboren
- 18.02.1934
Audre Lorde (1934–1992) war eine einflussreiche US-amerikanische Dichterin, Essayistin, Theoretikerin und Aktivistin. Geboren in Harlem als Tochter karibischer Einwanderer, wuchs sie in schwierigen Verhältnissen auf und entdeckte früh ihre Leidenschaft für das Schreiben. Sie arbeitete als Bibliothekarin, studierte an der Columbia University und wurde Professorin für Englische Literatur am Hunter College. Lorde bezeichnete sich selbst als "schwarz, lesbisch, Mutter, Kriegerin, Dichterin und Feministin" und thematisierte in ihren Werken Rassismus, Sexismus, Homophobie und die Intersektionalität von Unterdrückung.
Bekannte Werke umfassen die Gedichtsammlungen "Coal", die mit dem American Book Award ausgezeichnet wurde, den autobiografischen Roman "Zami – Ein mythobiografisches Porträt meiner Namen", sowie den Essayband "Sister Outsider". Sie gründete den Verlag Kitchen Table: Women of Color Press und engagierte sich für Schwarze Frauen weltweit. In den 1980er Jahren lebte sie zeitweise in Berlin, wo sie die afrodeutsche Bewegung inspirierte und als Mentorin für Autorinnen wie May Ayim wirkte. Ihre Poesie und Prosa bleiben bis heute ein Aufruf zur Selbstermächtigung und Transformation.