Das Buch beleuchtet die AIDS-Krise primär in der schwulen Community und kritisiert die Stigmatisierung als 'Gay-Plague', die zu Verzögerungen in der Forschung und Hilfe führte. Es zeigt den Kampf der LGBT-Szene gegen Ignoranz und Diskriminierung.
"And the Band Played On" von Randy Shilts ist ein bahnbrechendes Sachbuch, das die ersten Jahre der AIDS-Epidemie in den USA detailliert dokumentiert. Basierend auf über 900 Interviews und Tausenden von Dokumenten rekonstruiert Shilts die Entdeckung des Virus ab 1977, beginnend mit dem Fall der dänischen Ärztin Grethe Rask in Afrika, bis hin zur öffentlichen Bekanntgabe von Rock Hudson 1985. Das Buch beleuchtet die Verbreitung der Krankheit vor allem in der schwulen Community von San Francisco und New York, wo Tausende starben, während Regierung, Medizin und Gesellschaft untätig blieben.
Shilts kritisiert scharf die politische Ignoranz unter Präsident Reagan, interne Konflikte in der Gay-Bewegung und Medienversäumnisse. Der Titel symbolisiert die Gleichgültigkeit, mit der die Welt weitermachte, während die Epidemie tobte. Als schwuler Journalist selbst erkrankt, wird Shilts' Werk zu einem Meilenstein der Investigative Journalistik. Es thematisiert zentral die LGBT-Relevanz, da AIDS zunächst als "Schwulenkrankheit" stigmatisiert wurde, was zu Diskriminierung und verzögerter Hilfe führte. Das Buch sensibilisierte Millionen und forderte mehr Verantwortung in der AIDS-Bekämpfung.
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