- Typ
- Film
- Genre
- Dokumentarfilm, Kultur
- Jahr
- 1990
- Laufzeit
- 71 Minuten
„Paris Is Burning“ ist ein wegweisender Dokumentarfilm aus dem Jahr 1990, der von Jennie Livingston inszeniert wurde und die faszinierende Ballkultur im New York der 1980er Jahre beleuchtet. Der Film begleitet afroamerikanische und lateinamerikanische queere Communities, insbesondere Dragqueens, Transfrauen und schwule Männer, die in opulenten Balls um Anerkennung, Glamour und Preise kämpfen. Durch Voguing, extravagante Kostüme und Performance-Wettbewerfe entfalten die Teilnehmer ihre Identität und schufen eine eigene Welt fernab gesellschaftlicher Ablehnung.
Der starke LGBT-Bezug liegt in der authentischen Darstellung von Marginalisierten, die Themen wie Rassismus, Armut, Homophobie, Transphobie und die AIDS-Krise aufgreifen. Ikonen wie Pepper LaBeija, Dorian Corey, Venus Xtravaganza und Willi Ninja verkörpern Resilienz und Kreativität. Der Film gilt als zeitloses Zeugnis der Ballkultur, die den „Golden Age“ des New Yorker Underground festhält und die Popkultur nachhaltig beeinflusste, etwa durch Madonnas „Vogue“. Er feiert die Kraft der Selbstbehauptung und Community inmitten von Widrigkeiten.
Queerer Bezug: „Paris Is Burning“ dokumentiert die Ballkultur Schwarzer und Latino queerer und trans Personen in den 1980er Jahren und beleuchtet deren Kampf gegen Diskriminierung, Armut und AIDS. Der Film ist ein Meilenstein der LGBT-Geschichte und feiert Resilienz und Selbstexpression.