Sohn Daniel ist offen schwul; sein Coming-out wird beiläufig und ohne Dramatisierung erzählt.
- Jahr
- 2024
Eine Familie im Berner Seeland betreibt einen Baggerverleih, spricht aber kaum über Gefühle. Als Tochter Nadine bei einem Kanuunfall stirbt, funktioniert nichts mehr wie zuvor: Sohn Daniel, der eigentlich in den USA studieren möchte, soll den Betrieb übernehmen, Vater Paul flüchtet sich in eine neue Beziehung, Mutter Conny kämpft nach einem Suizidversuch um Halt. Vier Jahre später kehrt Daniel zurück, und die Familie muss sich der Frage stellen, ob der Betrieb überhaupt weitergeführt werden kann.
Regisseur Piet Baumgartner erzählt in seinem Spielfilmdebüt von einer Familie, die ihre Trauer lieber in Maschinenarbeit als in Worte fasst – die exakt synchronisierten Bewegungen der Bagger stehen dabei im Kontrast zur emotionalen Sprachlosigkeit der Menschen. Dass Daniel schwul ist, wird im Film beiläufig und ohne große Coming-out-Szene behandelt.
„Bagger Drama“ feierte 2024 beim Filmfestival San Sebastián Premiere und gewann dort den New Directors Award; 2025 folgten Auszeichnungen für beste Regie und bestes Drehbuch beim Max-Ophüls-Preis sowie sieben Nominierungen für den Schweizer Filmpreis 2026.
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