Queer-feministisches Regiedebüt, das den Sisi-Mythos mit überzeichneten Geschlechterrollen dekonstruiert
- Jahr
- 2025
Die queer-feministische Satire „Unterwegs im Namen der Kaiserin“ ist das Spielfilmdebüt der Schriftstellerin und Regisseurin Jovana Reisinger. Drei Freundinnen und Freunde, Romy, Karlheinz und Magda Gustav, begeben sich auf der Suche nach dem Jungbrunnen zu einer Hexe – die verkündet, eine der drei Personen sei die Wiedergeburt von Kaiserin Elisabeth. Die absurd-komische Reise wird zum Wettstreit darum, wer die Rolle der „Sisi“ für sich beansprucht.
Der Film verbindet den deutschen Heimatfilm mit einer Dekonstruktion des Sisi-Kitsches, arbeitet mit überzeichneten Figuren und künstlicher Sprache als Verfremdungseffekt. „Unterwegs im Namen der Kaiserin“ feierte im November 2025 seine Premiere im ZDF und wurde mit einem Sonderpreis der Grimme-Preis-Jury für seine radikale Ästhetik ausgezeichnet.