Zentrale schwule Liebesbeziehung; Fluchtgefahr des iranischen Partners wegen Homosexualität.
- Jahr
- 2025
Der undokumentierte marokkanische Migrant Saad reist gemeinsam mit seinem iranischen Partner Reza Richtung Kanada. In Montreal angekommen, droht Reza die Abschiebung in den Iran, wo ihm wegen seiner Homosexualität eine drakonische Strafe erwartet. Saad gerät dadurch unter enormen Druck: Um Reza zu retten, lässt er sich auf ein riskantes Spiel mit einem einflussreichen Beamten der kanadischen Einwanderungsbehörde ein, das seine eigene Zukunft gefährdet.
Regisseurin Léa Pool erzählt in „On sera heureux“ (deutscher Arbeitstitel „We’ll Find Happiness“) von den Grenzen, an die auch ein vermeintlich sicheres Einwanderungsland wie Kanada queere Geflüchtete stoßen lässt. Der Film gewann beim Cinemania-Festival 2025 den Jury-Preis und lief anschließend in weiteren Kinos Kanadas an.
Statt eine reine Fluchtgeschichte zu erzählen, verschränkt Pool das Schicksal des Paares mit den bürokratischen und moralischen Zwängen des Einwanderungssystems: Wer Macht über Aufenthaltstitel hat, hat auch Macht über Leben – eine Dynamik, die der Film ohne einfache Auflösung bis zum Ende durchhält.
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