Lesbische Protagonistin verheimlicht ihrer tunesischen Familie ihre Beziehung zu einer Frau; Film thematisiert Strafverfolgung von Homosexualität in Tunesien.
- Jahr
- 2026
Lilia lebt seit Jahren in Paris, als sie wegen des Todes ihres Onkels in ihre tunesische Heimatstadt zurückkehrt. Im Haus, das drei Generationen von Frauen ihrer Familie teilen, trifft sie auf Angehörige, die kaum etwas über ihr Leben in Frankreich wissen – am wenigsten über ihre Beziehung zu einer Frau. Während sie versucht, die Umstände des plötzlichen Todes ihres Onkels zu klären, geraten auch die eigenen Geheimnisse und die der Frauen um sie herum ins Wanken.
Ein Familienporträt verbindet der Film mit einer Reflexion darüber, wie stark das Schweigen über Homosexualität den Alltag prägt, in einem Land, in dem gleichgeschlechtliche Beziehungen weiterhin strafrechtlich verfolgt werden können. Zwischen Trauerritual, Wiedersehen mit der eigenen Vergangenheit und dem ständigen Kalkulieren, was aussprechbar ist und was nicht, entsteht ein Bild davon, wie viel Kraft das Verbergen der eigenen Identität kostet – und was es bedeutet, in der eigenen Familie doppelt fremd zu sein.