Der 30-jährige Anand lebt und arbeitet in Mumbai und kehrt nach dem Tod seines Vaters für die zehntägige Trauerzeit ins ländliche Maharashtra zurück - ausgerechnet dorthin, wo seine Familie ihn am liebsten verheiraten würde. Zwischen Trauerritualen und dem Druck der Verwandtschaft trifft er auf seinen Jugendfreund Balya, einen Bauern, der sich selbst mit aller Kraft gegen eine arrangierte Ehe wehrt. Aus der alten Vertrautheit der beiden wird in den wenigen gemeinsamen Tagen auf dem Land eine zarte Liebesgeschichte, die weiß, dass sie mit dem Ende der Trauerzeit auf die Probe gestellt wird. Regisseur Rohan Parashuram Kanawade erzählt in seinem semi-autobiografischen Debüt erstmals von queerem Leben auf dem indischen Land, fernab der Großstadt-Perspektive, die das indische Kino sonst prägt. Der Film gewann 2025 den Grand Jury Prize der Weltkino-Sektion beim Sundance Film Festival - als erster Marathi-sprachiger Beitrag überhaupt.