Erste lesbische Liebesgeschichte der 20-jährigen Protagonistin, unaufgeregt und beiläufig erzählt als Teil ihres Erwachsenwerdens.
- Jahr
- 2025
- Laufzeit
- 80 Minuten
Im baskischen Bilbao verwandeln die Straßenfeste der Aste Nagusia die Stadt für eine Woche in einen Ausnahmezustand aus Musik, Licht und Menschenmengen. Mitten darin steht die zwanzigjährige Jone, die mit ihrem Vater und ihrer jüngeren Schwester lebt. Während draußen gefeiert wird, verschlechtert sich der Gesundheitszustand des an Parkinson erkrankten Vaters zusehends – die Tochter übernimmt zunehmend Verantwortung in der Familie. Gleichzeitig verliebt sich Jone zum ersten Mal in eine andere junge Frau, Olga, und erlebt diese Zuneigung unbeschwert und ohne große Dramatisierung.
Vom Nebeneinander zweier gegensätzlicher Erfahrungen erzählt der Film: dem Verlust an Kontrolle über den eigenen Alltag durch die Krankheit eines Elternteils und dem Kontrollverlust, den erste Liebe mit sich bringt. Die queere Beziehung wird dabei nicht zum Konfliktstoff, sondern als selbstverständlicher Teil von Jones Werdegang gezeigt. Regisseurin Sara Fantova, mit diesem Werk im Langfilm debütierend, verzichtet auf große Gesten und konzentriert sich auf Beobachtung und Alltag.