Anders als du und ich

Typ
Film
Genre
Drama
Jahr
1957
Laufzeit
91 Minuten
Anders als du und ich

Der Film 'Anders als du und ich' (1957), auch bekannt als 'Anders als du und ich (§ 175)', ist ein kontroverses Drama des Regisseurs Veit Harlan. Er erzählt die Geschichte des 18-jährigen Gymnasiasten Klaus Teichmann, dessen Eltern Werner und Christa Teichmann alarmiert sind, weil ihr Sohn sich nicht für Mädchen interessiert, sondern viel Zeit mit seinem Freund Manfred und dem charismatischen Antiquitätenhändler Dr. Boris Winkler verbringt. Die Familie befürchtet homosexuelle Neigungen und unternimmt alles, um Klaus 'auf den richtigen Weg' zu bringen. Der Vater erteilt Hausarrest, die Eltern konsultieren Psychologen, und die Mutter Christa, gespielt von Paula Wessely, geht so weit, die Haustochter Gerda mit einem goldenen Armband zu ködern, damit sie Klaus verführt. Tatsächlich verliebt sich Klaus in Gerda, was zu einem Konflikt mit Manfred führt. Der Film kulminiert in einem Gerichtsprozess gegen die Mutter wegen Kuppelei.

Der LGBT-Bezug ist zentral: Der Film thematisiert den § 175 StGB, der Homosexualität unter Strafe stellte, und zeigt homosexuelle Kreise als gefährlich für Jugendliche. Aus heutiger Sicht wirkt er homophob, da er Homosexualität als vorübergehende 'Umwandlung' darstellt, die durch Heterosexualität heilbar sei. Dennoch war er ein Tabubruch in der Nachkriegszeit und wurde zensiert. Mit Stars wie Paul Dahlke und Christian Wolff als Klaus bietet er Einblicke in restaurative gesellschaftliche Strukturen des Wirtschaftswunders.

Queerer Bezug: Der Film thematisiert den § 175 StGB und zeigt die Ängste einer Familie vor den vermeintlich homosexuellen Neigungen ihres Sohnes, den sie durch Kuppelei 'heilen' wollen. Er spiegelt die homophobe Haltung der 1950er Jahre wider, in der Homosexualität als vorübergehende Phase galt.

Besetzung