- Typ
- Film
- Genre
- Drama, Anthologie, Künstlerfilm
- Jahr
- 2016
- Laufzeit
- 80 Minuten
„Centro Histórico“ ist ein episodenhaft aufgebautes Kunstwerk aus dem Jahr 2012, das die historische Stadt Guimarães im Norden Portugals feiert. Regisseure der Weltklasse wie Aki Kaurismäki, Pedro Costa, Víctor Erice und der 104-jährige Manoel de Oliveira tragen jeweils einen Kurzfilm bei, der die Schönheit, das Alltagsleben und die Veränderungen der Stadt einfängt. Kaurismäkis „Tavern Man“ erzählt von einem Barbesitzer in wirtschaftlichen Schwierigkeiten, während die anderen Episoden poetische Blicke auf Tradition, Moderne und menschliche Schicksale werfen.
Der Film verbindet Dramatik mit experimentellem Stil und reflektiert über Erbe und Gegenwart. Ein direkter LGBT-Bezug ist nicht evident, doch die nuancierten Charakterstudien und die sensible Darstellung von Isolation und Beziehungen laden zu queeren Lesarten ein, insbesondere in Kaurismäkis minimalistischer Ästhetik. Als portugiesisches Kulturgut gewann es Anerkennung auf Festivals wie Rotterdam und unterstreicht die Vielfalt europäischen Kinos.
Queerer Bezug: „Centro Histórico“ hat keinen expliziten LGBT-Bezug, doch die sensiblen Porträts von Einsamkeit und zwischenmenschlichen Dynamiken in den Episoden, besonders bei Kaurismäki, erlauben queere Interpretationen.