- Typ
- Dokumentation
- Genre
- Dokumentarfilm, Biografie
- Jahr
- 2019
- Laufzeit
- 92 Minuten
- Streaming
- Netflix
Der Dokumentarfilm 'Circus of Books' von Rachel Mason erzählt die faszinierende Geschichte ihrer Eltern Karen und Barry Mason. 1976 übernahmen die heterosexuellen Eheleute aus finanziellen Notlagen den Laden 'Circus of Books' in Los Angeles, der zunächst als Buchhandlung getarnt war, sich aber rasch zum größten Verkäufer von Schwulenpornos in den USA entwickelte. Über 35 Jahre lang wurde der Shop zu einem sicheren Zufluchtsort und Treffpunkt für die LGBT-Community, besonders während der AIDS-Krise, als er nicht nur erotische Inhalte, sondern auch Gemeinschaft und Unterstützung bot.
Die Tochter Rachel beleuchtet, wie ihre konservativen Eltern unabsichtlich zu Ikonen der queeren Szene wurden, während ihre Kinder das wahre Geschäft lange nicht kannten. Der Film thematisiert den Wandel der Familie, inklusive Karens anfänglicher Ablehnung des Coming-out ihres Sohnes, die sie später als LGBT-Aktivistin kompensierte. 'Circus of Books' zeigt eindrucksvoll die Emanzipation der queeren Kultur von den 1970er Jahren bis heute und die wirtschaftlichen Herausforderungen durch das Internet, die zum Schließen des Ladens 2016 führten. Ein berührender Einblick in Toleranz, Familie und Subkultur.
Queerer Bezug: Der Film porträtiert die zentrale Rolle von 'Circus of Books' als Zufluchtsort und größtem Vertreiber von Gaypornos in den USA sowie den Beitrag eines heterosexuellen Paares zur queeren Community während der AIDS-Epidemie.