- Typ
- Film
- Genre
- Drama
- Jahr
- 1989
- Laufzeit
- 113 Minuten
Der Film Coming Out aus dem Jahr 1989, unter der Regie von Heiner Carow, erzählt die Geschichte des Gymnasiallehrers Philipp Klarmann, der mit seiner Sexualität ringt. Philipp führt eine Beziehung mit seiner Kollegin Tanja, um den gesellschaftlichen Erwartungen zu entsprechen, doch ein zufälliger Besuch in einer schwulen Bar verändert alles. Dort trifft er den jungen Matthias und verliebt sich in ihn. Dieser Moment löst eine innere Zerrissenheit aus, da Philipp zwischen heteronormativen Normen und seiner wahren Homosexualität hin- und hergerissen ist.
Als erster und einziger queeres Spielfilm der DEFA-Studios thematisiert Coming Out offen die Coming-Out-Geschichte eines schwulen Mannes in der DDR kurz vor dem Mauerfall. Premiere feierte der Film am 9. November 1989 im Berliner Kino International – genau in der Nacht, als die Berliner Mauer fiel. Mit Auftritten von Ikonen wie der Trans-Aktivistin Charlotte von Mahlsdorf und dem Naziwiderstandskämpfer Werner Dissel wird die LGBT-Relevanz unterstrichen. Der Film gewann zahlreiche Preise, darunter einen Silbernen Bären und den Teddy Award, und markiert einen Meilenstein für die queere Kinematografie in Europa.
Queerer Bezug: Als erster offener schwuler Spielfilm der DEFA ist 'Coming Out' ein Meilenstein der queeren Kinematografie in der DDR und thematisiert mutig das Coming-Out eines schwulen Lehrers vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Repressionen.