- Typ
- Film
- Genre
- Drama, Fantasy, Horror, Thriller
- Jahr
- 1945
- Laufzeit
- 111 Minuten
Der Film 'Das Bildnis des Dorian Gray' aus dem Jahr 1945 ist eine klassische Verfilmung des gleichnamigen Romans von Oscar Wilde. Im viktorianischen London des 19. Jahrhunderts lebt der junge, bildhübsche Dorian Gray (Hurd Hatfield) ein scheinbar perfektes Leben. Beeinflusst von dem zynischen Lord Henry Wotton (George Sanders), wünscht er sich ewige Jugend und Schönheit, während sein Porträt, gemalt von Basil Hallward, die Spuren seiner Sünden trägt. Dorian stürzt sich in ein Leben voller Ausschweifungen, Verführungen und Verbrechen: Er verlässt die Schauspielerin Sibyl Vane (Angela Lansbury), was zu ihrem Selbstmord führt, tötet später Basil und zerstört weitere Leben, ohne dass sein Äußeres leidet.
Der **LGBT-Bezug** ergibt sich aus Oscar Wildes homosexueller Identität und den homoerotischen Untertönen in der Beziehung zwischen Dorian, Basil und Lord Henry, die von intensiver Bewunderung und verbotener Anziehung geprägt sind. Basils obsessive Liebe zu Dorian und die ambivalente Dynamik mit Henry thematisieren queere Sehnsüchte und gesellschaftliche Tabus. Der Film bleibt der Vorlage treu und gilt als Meilenstein des **queeren Kinos**, das die Konsequenzen moralischer Dekadenz und unterdrückter Triebe beleuchtet. Mit seiner düsteren Atmosphäre und brillanten schwarz-weißen Bildern fasziniert er bis heute als Warnung vor Hedonismus und Verleugnung.
Queerer Bezug: Der Film adaptiert Oscar Wildes Roman mit starken homoerotischen Untertönen in den Beziehungen zwischen Dorian, dem Maler Basil und Lord Henry, die queere Anziehung und verbotene Begierden andeuten. Als Werk eines schwulen Autors thematisiert er unterdrückte Triebe und gesellschaftliche Tabus.