Ein Tag wie kein anderer

Typ
Film
Genre
Tragikomödie, Drama
Jahr
1977
Laufzeit
93 Minuten
Ein Tag wie kein anderer

„Ein Tag wie kein anderer“ (Originaltitel: „Shavua ve Yom“) ist eine israelische Tragikomödie aus dem Jahr 2016 unter der Regie von Asaph Polonsky. Das Ehepaar Eyal und Vicky hat ihren 25-jährigen Sohn nach langer schwerer Krankheit zu Grabe getragen. Nach dem Ende der traditionellen jüdischen Sieben-Tage-Trauerzeit Shiva gehen die beiden unterschiedliche Wege: Während Vicky hastig zur Normalität zurückkehren möchte, sucht Eyal unkonventionelle Pfade der Trauerbewältigung. Er besucht den jungen Nachbarn Zooler, der ihm Drogen anbietet, und gerät in absurde, teils halluzinogene Situationen, die mit schwarzem Humor durchzogen sind.

Der Film beleuchtet einfühlsam die Brüchigkeit familiärer Bindungen und die individuellen Bewältigungsstrategien im Angesicht des Verlusts. Obwohl kein expliziter LGBT-Bezug vorliegt, gewinnt der Film für queere Zuschauer*innen Relevanz durch die sensible Darstellung von Isolation, Identitätskrisen und der Suche nach Sinn in der Trauer – Themen, die universell mit Coming-Out- oder Verlustprozessen resonieren. Mit starken Leistungen von Shai Avivi und Evgenia Dodina feiert „Ein Tag wie kein anderer“ als Cannes-Preisträger die Komplexität menschlicher Emotionen.

Queerer Bezug: Der Film thematisiert keine expliziten LGBT-Inhalte, ist jedoch für queere Zuschauer*innen relevant durch die Darstellung von Trauer, Isolation und der Suche nach neuem Lebenssinn, die Parallelen zu Coming-Out-Erfahrungen aufweist.

Besetzung