Eisenstein in Guanajuato

Typ
Film
Genre
Biografie, Drama, Komödie, Romanze
Jahr
2015
Laufzeit
105 Minuten
Eisenstein in Guanajuato

„Eisenstein in Guanajuato“ ist ein biografischer Film von Peter Greenaway aus dem Jahr 2015, der das Leben des sowjetischen Regisseurs Sergej Eisenstein beleuchtet. Im Jahr 1931 reist Eisenstein auf dem Höhepunkt seiner Karriere nach Mexiko, um den Film „¡Que viva México!“ zu drehen. Die lebensfrohe, aber morbide mexikanische Kultur fasziniert ihn tief und lässt ihn über das Leben, den Tod und das stalinistische Regime nachdenken. In Guanajuato, begleitet von seinem attraktiven Fremdenführer Palomino Cañedo, erlebt er eine künstlerische und persönliche Transformation.

Der Film thematisiert intensiv Eisensteins Entdeckung seiner Homosexualität durch eine leidenschaftliche Beziehung zu Palomino, dargestellt in expliziten, verspielten Szenen. Greenaway verwebt biografische Fakten mit einer farbenfrohen Collage aus Formen, Schatten und Projektionen, die Sex und Tod als Befreiungskräfte feiert. Als LGBT-Relevanz steht das Coming-out des queeren Pioniers im Zentrum, das seine künstlerische Entwicklung beflügelt und die Conditio humana reflektiert. Der Film feierte Premiere bei der Berlinale 2015 und startete in Deutschland im November desselben Jahres.

Queerer Bezug: Der Film zeigt die Entdeckung der Homosexualität des Regisseurs Sergej Eisenstein durch eine leidenschaftliche Affäre mit seinem mexikanischen Führer Palomino und feiert queere Befreiung als zentrales Thema. Er porträtiert Eisenstein als schwulen Pionier des Kinos in expliziten, ekstatischen Szenen.

Besetzung