- Typ
- Film
- Genre
- Dokumentarfilm, Biografie
- Jahr
- 2015
- Laufzeit
- 97 Minuten
Der Dokumentarfilm 'Fassbinder' von Annekatrin Hendel aus dem Jahr 2015 porträtiert das außergewöhnliche Leben und Werk des Regisseurs Rainer Werner Fassbinder. Chronologisch aufgebaut, von seinen ersten künstlerischen Ambitionen als Internatsschüler bis zu seinem frühen Tod mit 37 Jahren, zeigt der Film die unruhigen Zeiten des Aufbruchs, skandalöse Lebensweisen und die Symbiose aus Privatleben und Filmkunst. Durch Interviews mit engen Weggefährten wie Hanna Schygulla, Irm Hermann, Margit Carstensen, Harry Baer und anderen wird Fassbinders Umgang mit Schauspielern, Rivalen und Liebhabern beleuchtet, ebenso seine Machtkämpfe und offene Bisexualität.
Der Film enthüllt private Details, wie die komplizierte Beziehung zu Günter Kaufmann, die in 'Die bitteren Tränen der Petra von Kant' verarbeitet wurde, sowie unveröffentlichte Werke wie das Theaterstück 'Tischtennis' und Gedichte. Als Kind des Neuen Deutschen Films verkörpert Fassbinder Wut, Glauben und Durchsetzungskraft. Seine offen gelebte Homosexualität und queeren Themen in Filmen wie 'Faustrecht der Freiheit' machen ihn zu einer Ikone der LGBT-Geschichte, die den Film zu einem essenziellen Beitrag für ein queeres Publikum macht.
Queerer Bezug: Der Film beleuchtet Fassbinders offen gelebte Homosexualität und Bisexualität sowie queere Themen in seinem Werk, was ihn zu einer zentralen Figur der LGBT-Filmgeschichte macht. Interviews mit Weggefährten thematisieren seine Beziehungen und den Einfluss auf die queere Kinematografie.