Flee – Mein Flucht

Typ
Dokumentation
Genre
Dokumentarfilm, Animation, Biografie, Drama
Jahr
2021
Laufzeit
130 Minuten

"Flee – Mein Flucht" ist ein beeindruckender animierter Dokumentarfilm von Jonas Poher Rasmussen aus dem Jahr 2021, der die wahre Geschichte seines Schulfreundes Amin Nawabi erzählt. Amin, ein afghanischer Flüchtling, wächst in Kabul während des Krieges auf. Nach dem Verschwinden seines Vaters durch die Taliban und der drohenden Zwangsrekrutierung seiner Brüder flieht die Familie über Russland und Estland Richtung Skandinavien. Jahre der Angst, Enge und gescheiterter Versuche prägen ihr Leben, bis Amin als Teenager allein nach Dänemark gelangt und unter falschen Angaben Asyl erhält.

Dort baut er sich ein erfolgreiches Leben als Akademiker auf, doch die verdrängte Vergangenheit holt ihn ein. Der Film beleuchtet sensibel Amins sexuelle Identität: Als schwuler Mann lebt er offen mit seinem Partner zusammen, was in der afghanischen Kultur und während der Flucht ein enormes Tabu darstellte. Durch die Animation wahren sie Anonymität und vermitteln Emotionen intensiv. "Flee" thematisiert nicht nur die Härten der Flucht und des Asylsystems, sondern auch das Coming-Out und die Suche nach Identität – ein Meilenstein des Dokumentarfilms mit Oscar-Nominierungen, der Mitgefühl für Flüchtlinge weckt.

Queerer Bezug: Der Film zeigt die Geschichte eines schwulen afghanischen Flüchtlings, der seine sexuelle Identität lange verheimlicht und erst in Dänemark offen lebt. Er beleuchtet die Konflikte von Homosexualität in konservativen Kulturen und die Befreiung durch Coming-Out.