Fox und seine Freunde

Typ
Film
Genre
Drama
Jahr
1975
Laufzeit
123 Minuten

Faustrecht der Freiheit (auch bekannt als Fox und seine Freunde) ist ein eindringliches Filmdrama von Rainer Werner Fassbinder aus dem Jahr 1975. Der Regisseur spielt selbst die Hauptrolle des schwulen Schaustellers Franz Bieberkopf, genannt Fox, der als "Sprechender Kopf" in einem Münchner Karussell arbeitet. Nach der Verhaftung seines Freundes und Arbeitgebers gewinnt Fox unerwartet 500.000 Mark im Lotto und taucht in die Welt der wohlhabenden Münchner Schwulenszene ein.

Dort verliebt er sich in den snobistischen Eugen, Sohn eines Industriellen, der Fox mit Luxus umgibt, ihn aber letztlich ausnutzt. Fox investiert sein Geld in Eugens Familienunternehmen, verliert alles und wird von seinen neuen "Freunden" fallen gelassen. Verzweifelt begeht er Suizid in der U-Bahn. Der Film beleuchtet gnadenlos Klassenunterschiede, Ausbeutung und Vorurteile innerhalb der schwulen Community und gilt als Meilenstein des New German Cinema.

Als einer der ersten Filme mit positiver Darstellung schwuler Protagonisten kritisiert er zugleich die innere Hierarchie und Oberflächlichkeit der Szene. Fassbinders Melodramatik macht aus Fox' Tragödie eine universelle Warnung vor falscher Liebe und sozialem Aufstiegswahn.

Queerer Bezug: Der Film zeigt offen eine schwule Liebesgeschichte und die Münchner Schwulenszene der 1970er, kritisiert aber Ausbeutung und Klassengegensätze innerhalb der Community. Er zählt zu den frühen Werken mit schwulem Protagonisten im deutschen Kino.

Besetzung