- Typ
- Film
- Genre
- Drama, Komödie
- Jahr
- 2003
- Laufzeit
- 81 Minuten
„Goodbye, Dragon Inn“ (2003) von Tsai Ming-liang ist eine melancholische Hommage an das Kino, die in einem heruntergekommenen Taipeh-Kino spielt, das seinen letzten Abend feiert. Während der Klassiker „Dragon Inn“ läuft, beobachtet der Film die wenigen Zuschauer: einen japanischen Touristen, eine hinkende Ticketabreißerin auf der Suche nach dem Projektionisten, einen älteren Mann mit einem Jungen und eine aufgetakelte Frau. Die Handlung entfaltet sich in langsamen, oft wortlosen Szenen, die Einsamkeit, Vergänglichkeit und die Magie des Kinos einfangen.
Der LGBT-Bezug ergibt sich aus der wiederholten Präsenz von schwulen Männern im Kino, das als klassischer Ort der queeren Begegnung dargestellt wird. Subtile Interaktionen, wie Blicke und Berührungen in der Dunkelheit, deuten auf homoerotische Spannungen hin. Tsai Ming-liang, selbst schwul, nutzt diese Atmosphäre, um Themen von Sehnsucht und Verlust zu erkunden. Der Film gilt als bedeutendes Werk des New Taiwan Cinema, das die Auflösung traditioneller Kinowelten reflektiert und queere Identitäten in der Moderne thematisiert.
Queerer Bezug: Der Film zeigt ein Kino als Ort schwuler Begegnungen mit homoerotischen Untertönen und subtilen Interaktionen zwischen Männern. Tsai Ming-liang thematisiert queere Sehnsucht und Identität in einer melancholischen Atmosphäre.