- Typ
- Film
- Genre
- Drama, Historienfilm
- Jahr
- 2008
- Laufzeit
- 96 Minuten
„Hunger“ ist ein intensives Drama aus dem Jahr 2008, das Regisseur Steve McQueen über den IRA-Häftling Bobby Sands und seinen historischen Hungerstreik im Maze-Gefängnis in Nordirland inszeniert. Der Film beginnt mit brutalen Szenen des Alltags im Gefängnis: IRA-Gefangene protestieren nackt gegen die Behandlung als gewöhnliche Kriminelle, wickeln sich nur in Decken und verweigern Hygiene, was zu chaotischen, gewalttätigen Auseinandersetzungen mit den Wärtern führt. Im Zentrum steht Bobby Sands, brillant verkörpert von Michael Fassbender, der nach einem Gespräch mit einem Priester den ultimativen Protest beginnt: einen Hungerstreik, um die Anerkennung als politische Gefangene zu erzwingen. Der Film kulminiert in atemberaubenden Langzeitenaufnahmen des körperlichen Verfalls Sands’, die den langsamen Tod durch Verhungern schonungslos darstellen.
Obwohl „Hunger“ primär ein politisches Drama über den Nordirlandkonflikt ist, fehlt ein direkter LGBT-Bezug. Die Themen Opferbereitschaft, körperliche Entblößung und Selbstzerstörung können jedoch queer-theoretisch interpretiert werden, etwa als Metapher für marginalisierte Kämpfe. Der Film gilt als Meisterwerk des visuellen Kinos und brachte Fassbender internationale Anerkennung.
Queerer Bezug: „Hunger“ hat keinen expliziten LGBT-Bezug, thematisiert aber marginalisierte Kämpfe und körperliche Entblößung, die queer-theoretisch als Metapher für Identitätskämpfe interpretiert werden können.