- Typ
- Film
- Genre
- Drama, Komödie
- Jahr
- 2013
- Laufzeit
- 119 Minuten
„Im August in Osage County“ ist eine intensive Familiendramödie aus dem Jahr 2013, die auf dem Pulitzer-Preis-gekrönten Bühnenstück von Tracy Letts basiert. Die Handlung spielt in der sengenden Hitze des ländlichen Oklahoma: Nach dem mysteriösen Verschwinden des Patriarchen Beverly Weston versammelt sich die zerrüttete Familie im Elternhaus. Die krebskranke Matriarchin Violet, brillant gespielt von Meryl Streep, beherrscht das Chaos mit ihrer säurebitteren Zunge und Pillensucht. Ihre Töchter Barbara (Julia Roberts), Ivy (Julianne Nicholson) und Karen (Juliette Lewis) sowie deren Partner konfrontieren alte Wunden, Geheimnisse und destruktive Dynamiken in einem Mahlstrom aus Vorwürfen und Enthüllungen.
Der Film beleuchtet Themen wie Sucht, Verrat und familiäre Bindungen mit schwarzem Humor und roher Emotionalität. LGBT-relevant ist die Nebenhandlung um Ivy und ihren Cousin Little Charles, deren inzestuöse Beziehung aufgedeckt wird – ein Tabuthema, das die Grenzen familiärer Loyalität sprengt. Benedict Cumberbatchs nuancierte Darstellung unterstreicht die Tragik dieser verbotenen Liebe. „Im August in Osage County“ fasziniert durch sein beeindruckendes Ensemble und die schonungslose Auseinandersetzung mit menschlichen Abgründen, die Oscar-Nominierungen für Streep und Roberts einbrachte.
Queerer Bezug: Der Film thematisiert eine lesbische Beziehung zwischen Ivy und ihrem Cousin Little Charles, deren inzestuöser Charakter als tragisches Familiengeheimnis enthüllt wird und die Dynamiken der Weston-Familie erschüttert.