- Typ
- Film
- Genre
- Drama, Romanze
- Jahr
- 2017
- Laufzeit
- 116 Minuten
„Körper und Seele“ (Originaltitel: „Testről és lélekről“) ist ein ungarischer Berlinale-Gewinner von 2017, der eine poetische und ungewöhnliche Liebesgeschichte erzählt. Die introvertierte Mária (Alexandra Borbély), eine neue Qualitätskontrolleurin in einem Schlachthof, und ihr Kollege Endre (Géza Morcsányi), der Finanzleiter, entdecken zufällig, dass sie Nacht für Nacht denselben Traum teilen. In diesem Traum wandeln sie als Hirsch und Hirschkuh durch einen verschneiten Wald – eine surreale, intime Verbindung, die ihre einsamen Seelen berührt.
Im realen Leben kämpfen sie mit ihrer Schüchternheit und emotionalen Verletzungen. Mária leidet unter einer Angst vor Berührungen, die bis in ihre Kindheit reicht, während Endre von Liebe und Leben enttäuscht ist. Der Film erforscht philosophisch die Grenzen zwischen Körper und Seele, Realität und Traum, in einer kunstvollen Bildsprache mit lakonischem Humor. Obwohl kein expliziter LGBT-Bezug vorliegt, thematisiert die Geschichte queere Aspekte der Intimität und Identität durch die geschlechterübergreifende Traumsymbolik der Tiere, was sie für ein queeres Publikum faszinierend macht. Mit subtiler Intensität wird die zaghafte Annäherung zweier Außenseiter zu einem magischen Arthouse-Highlight.
Queerer Bezug: Der Film hat keinen expliziten LGBT-Bezug, thematisiert jedoch queere Intimität durch die geschlechterübergreifende Symbolik im geteilten Traum als Hirsch und Hirschkuh, was Identität und Verbindung jenseits normativer Grenzen erforscht.