Krokodile ohne Sättel

Typ
Film
Genre
Dokumentarfilm, Roadmovie
Jahr
2010
Laufzeit
20 Minuten

„Krokodile ohne Sättel“ ist ein berührendes dokumentarisches Roadmovie aus dem Jahr 2010, das die Regisseurin Britta Wandaogo über ihre Tochter Kaddi Malika, ein deutsch-afrikanisches Mädchen, gedreht hat. Die Geschichte begleitet Kaddi auf einer Reise in ihre burkinische Herkunft, wo sie als Kind einst auf Krokodilen ritt. Nun, als Jugendliche in Deutschland, steht sie vor Identitätskrisen: Zwischen Schulstress, Instagram, Jungs und dem Vergessen ihrer afrikanischen Wurzeln sucht sie ihr wahres Ich. Die Kamera fängt authentisch ihre Zweifel ein – vom bröckelnden Selbstbewusstsein bis zu apokalyptischen Gedanken über Weltuntergänge und ein himmlisches Leben mit Kinos und Shopping Malls.

Der Film beleuchtet sensibel Themen wie Migration, kulturelle Hybridität und die Suche nach Zugehörigkeit in einer afrodeutschen Familie. Obwohl kein expliziter LGBT-Bezug vorliegt, gewinnt er Relevanz durch die queere Perspektive auf Identitätssuche und das Navigieren multipler Zugehörigkeiten, die in der LGBT-Community widerhallen. Ein intimes Porträt, das Wurzeln als Anker in unsicheren Zeiten zeigt: „An dem Tag, an dem du nicht mehr weißt, wohin du gehen kannst, erinnere dich, woher du gekommen bist.“

Queerer Bezug: Obwohl kein direkter queeren Bezug vorhanden ist, thematisiert der Film die komplexe Identitätsfindung einer afrodeutschen Jugendlichen, was Parallelen zur queeren Erfahrung multipler Zugehörigkeiten und Selbstfindung aufweist.

Besetzung