- Typ
- Film
- Genre
- Drama
- Jahr
- 1983
- Laufzeit
- 110 Minuten
"Lianna" ist ein sensibles Drama aus dem Jahr 1983, geschrieben und inszeniert von John Sayles. Die titelgebende Protagonistin Lianna, eine Hausfrau und Mutter zweier Kinder, lebt in einer Vorstadtidylle mit ihrem Ehemann Dick, einem Filmprofessor. Unzufrieden mit ihrer eintönigen Existenz und Dicks Affären nimmt sie einen Kurs in Kinderpsychologie bei der charismatischen Dozentin Ruth. Schnell entwickelt sich eine intensive Anziehung zu Ruth, die in eine leidenschaftliche Affäre mündet.
Der Film beleuchtet Liannas Coming-out-Prozess als lesbische Frau: Nach der Trennung von ihrem Mann erkundet sie die lesbische Szene in einer Bar, kämpft mit Einsamkeit, Vorurteilen und veränderten Familienbeziehungen. Ihre Freundin Sandy unterstützt sie schließlich. "Lianna" thematisiert authentisch die Entdeckung weiblicher Sexualität, gesellschaftliche Homophobie und die Suche nach Selbstfindung. Als frühes Independent-Werk Sayles' gilt es als Meilenstein des queeren Kinos, das Toleranz und emotionale Tiefe fordert.
Queerer Bezug: Der Film zeigt sensibel das Coming-out einer verheirateten Frau als Lesbe und ihre Affäre mit einer anderen Frau. Er thematisiert Homophobie, gesellschaftliche Vorurteile und die Selbstfindung in der lesbischen Identität.