- Typ
- Film
- Genre
- Drama
- Jahr
- 2019
- Laufzeit
- 89 Minuten
Lingua Franca ist ein eindringliches Drama aus dem Jahr 2019, das die prekäre Lebenssituation der philippinischen Transfrau Olivia beleuchtet. Sie lebt undokumentiert in Brooklyn, New York, und arbeitet als Pflegerin für die betagte russisch-jüdische Olga, die an beginnender Demenz leidet. Ständig von der Angst vor Abschiebung geplagt, sucht Olivia verzweifelt nach Wegen, eine Green Card zu erhalten. Eine geplante Scheinehe scheitert, doch mit Olgas Enkel Alex, einem einfachen Schlachthausarbeiter, entwickelt sich eine unerwartete, echte Romanze.
Der Film, geschrieben und inszeniert von Isabel Sandoval, die auch die Hauptrolle spielt und selbst transsexuell ist, thematisiert sensibel die Schnittstelle von Migration, Transidentität und gesellschaftlicher Ausgrenzung. Der LGBT-Bezug steht im Zentrum: Olivias Transsexualität wird nicht nur als Identität, sondern als doppelte Bedrohung in einem feindlichen Umfeld dargestellt. Mit nuancierter Darstellung von Liebe, Geheimnissen und Überlebenskampf gewinnt Lingua Franca an Tiefe und Authentizität, was ihm Anerkennung auf Festivals wie Venedig einbrachte. Es ist ein Appell für Empathie gegenüber marginalisierten Stimmen.
Queerer Bezug: Der Film porträtiert die undokumentierte philippinische Transfrau Olivia und ihre Kämpfe mit Identität, Liebe und Abschiebungsangst. Als Werk einer transsexuellen Regisseurin unterstreicht er authentisch die Herausforderungen transgeschlechtlicher Einwanderer.