- Typ
- Film
- Genre
- Drama, Psychothriller
- Jahr
- 1951
- Laufzeit
- 114 Minuten
Der Film 'Plötzlich im letzten Sommer' aus dem Jahr 1959, unter der Regie von Joseph L. Mankiewicz, basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück von Tennessee Williams. Er erzählt die Geschichte der jungen Catherine Holly (Elizabeth Taylor), die nach dem Tod ihres Cousins Sebastian während einer Reise in Europa in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wird. Catherines exzentrische Tante Violet Venable (Katharine Hepburn) will verhindern, dass die Wahrheit über Sebastians Homosexualität und seinen grausamen Tod durch eine Meute Straßenjungen in Spanien ans Licht kommt. Sie plant daher eine Lobotomie an Catherine, die vom jungen Neurologen Dr. Cukrowicz (Montgomery Clift) durchgeführt werden soll.
Der Film thematisiert auf eindringliche Weise Tabus wie Homosexualität, Kannibalismus und familiäre Manipulation in den Südstaaten der USA. Der **LGBT-Bezug** liegt in der zentralen Figur des homosexuellen Sebastian, der seine Mutter und Cousine als Köder für junge Männer nutzt, was für die Kinowelt der 1950er Jahre provokativ war. Durch Catherines Befreiung mittels Wahrheitsserum wird die Unterdrückung von Realität und Sexualität entlarvt. Mit brillanten Leistungen der Stars gilt der Film als psychologisches Meisterwerk, das gesellschaftliche Vorurteile kritisiert.
Queerer Bezug: Der Film thematisiert offen die Homosexualität des Protagonisten Sebastian, der junge Männer als Sexualobjekte sucht und dafür seine Mutter und Cousine instrumentalisiert. Dies war für die 1950er Jahre ein kühnes Statement gegen die Tabuisierung von LGBT-Themen.