Poison

Typ
Film
Genre
Drama, Horror, Experimentalfilm
Jahr
1991
Laufzeit
85 Minuten
Poison

„Poison“ ist ein bahnbrechender Episodenfilm von Todd Haynes aus dem Jahr 1991, der aus drei voneinander unabhängigen Geschichten besteht: „Hero“, „Horror“ und „Homo“. Inspiriert von den Werken Jean Genets, erkundet der Film Themen wie Sexualität, Gewalt und gesellschaftliche Ausgrenzung. In „Hero“ flieht ein Junge vor seiner Mutter und wird zum gesuchten Mörder. „Horror“ erzählt in trashigem B-Movie-Stil von einem Wissenschaftler, der den menschlichen Sexualtrieb isoliert, versehentlich einnimmt und zu einem ansteckenden Monster mutiert. „Homo“ spielt in einem Gefängnis der 1940er-Jahre, wo der Dieb John Broom seine unterdrückte homoerotische Liebe zu einem alten Bekannten nicht mehr verbergen kann.

Der starke LGBT-Bezug liegt in der queeren Perspektive, die Homosexualität als transgressive Kraft darstellt – verbunden mit Kriminalität, Stigmatisierung und AIDS-Aktivismus. „Poison“ gilt als Meilenstein des New Queer Cinema, das queere Identitäten radikal reflektierte und Toleranz forderte, statt sie zu betteln. Der Film polarisierte bei der Premiere auf dem Sundance Festival, wo er den Großen Preis der Jury gewann, und prägte die queere Filmkunst nachhaltig.

Queerer Bezug: „Poison“ ist ein zentraler Film des New Queer Cinema und thematisiert queere Identität, homoerotische Liebe und Stigmatisierung radikal. Er verbindet Homosexualität mit Kriminalität und Gewalt, inspiriert von Jean Genet, und spiegelt den AIDS-Aktivismus der 1990er wider.

Besetzung