- Typ
- Film
- Genre
- Drama
- Jahr
- 2011
- Laufzeit
- 102 Minuten
„Shame“ (2011) ist ein intensives Drama von Regisseur Steve McQueen mit Michael Fassbender in der Hauptrolle als Brandon, ein erfolgreicher New Yorker Mitte 30, dessen Leben von einer unstillbaren Sexsucht beherrscht wird. Er verbringt seine Tage in einem Kreislauf aus Arbeit, Pornokonsum, One-Night-Stands und Prostituiertenbesuchen, um seine Begierden zu befriedigen. Dieser kontrollierte Alltag gerät aus dem Gleichgewicht, als seine chaotische Schwester Sissy (Carey Mulligan) unangekündigt in seiner Wohnung einzieht und emotionale Nähe einfordert, zu der Brandon nicht fähig ist.
Der Film thematisiert die Zerstörungskraft ungezügelter Sexualität als Gefängnis der eigenen Freiheit und kontrastiert sie mit dem Verlangen nach echter Bindung. Obwohl kein expliziter LGBT-Fokus vorliegt, zeigt „Shame“ bisexuelle Elemente durch Brandons sexuelle Experimente mit einem Mann in einem Moment der Eskalation, was seine Sucht als grenzenlos und geschlechterübergreifend unterstreicht. McQueens radikale Inszenierung mit langen Takes und expliziten Bildern macht den Zuschauer zum Mitwisser dieser seelischen und körperlichen Entblößung, die Scham und Isolation aufwühlend beleuchtet.
Queerer Bezug: „Shame“ thematisiert Sexsucht und enthält eine bisexuelle Szene, in der Brandon mit einem Mann interagiert, was seine sexuelle Fluidität andeutet und queere Aspekte der Sucht beleuchtet.