- Typ
- Dokumentation
- Genre
- Dokumentarfilm, Kultur, Biografie
- Jahr
- 2002
- Laufzeit
- 99 Minuten
- Streaming
- Sooner
„The Cockettes“ ist ein faszinierender Dokumentarfilm aus dem Jahr 2002, der die legendäre Performance-Gruppe aus San Francisco der späten 1960er und frühen 1970er Jahre porträtiert. Regie führten Bill Weber und David Weissman, die mit Archivaufnahmen, Interviews mit Überlebenden und Fans wie John Waters den wilden Aufstieg und Fall dieser Hippie- und Drag-Queen-Kommune beleuchten. Die Cockettes, bestehend aus schwulen Männern, Frauen und Kindern, traten in extravaganten Drag-Shows auf, geprägt von Glitzer, Glanz und freier Liebe unter LSD-Einfluss. Ihr erster Auftritt am Silvester 1969 mit bärtigen Chorusgirls, die glitzernde Genitalien entblößten, markierte den Beginn einer kurzen, aber einflussreichen Karriere.
Der starke LGBT-Bezug liegt in der queeren Gender-Revolution der Gruppe, die Geschlechtergrenzen auflöste und Glamour sowie Androgynie popularisierte. Sie beeinflusste Underground-Bands wie New York Dolls, Glitter-Rock-Stars wie David Bowie und Elton John sowie die „Rocky Horror Picture Show“. Der Film feiert diese Pioniere der queeren Kultur als Original-Gender-Revolutionäre und gewann 2002 den LA Film Critics Award als bester Dokumentarfilm.
Queerer Bezug: Der Film dokumentiert die queere Performance-Gruppe The Cockettes, die als Pioniere der Gender-Revolution Geschlechtergrenzen sprengten und den Glamour der schwulen Subkultur prägten. Ihre extravaganten Drag-Shows beeinflussten nachhaltig die LGBT-Bewegung und Popkultur.