- Typ
- Film
- Genre
- Drama
- Jahr
- 2011
- Laufzeit
- 82 Minuten
„Tomboy“ (2011) ist ein sensibler französischer Coming-of-Age-Film von Regisseurin Céline Sciamma. Die zehnjährige Laure nutzt den Umzug ihrer Familie in eine neue Nachbarschaft, um sich als Junge namens Mikaël auszugeben. Sie schneidet sich die Haare kurz, trägt Jungenkleidung und integriert sich nahtlos in eine Gruppe von Kindern, mit denen sie Fußball spielt, rauft und Abenteuer erlebt. Ihre kleine Schwester Jeanne ist die Einzige in der Familie, die von dem Geheimnis weiß, während die Eltern nichts ahnen.
Der Film thematisiert auf ruhige, beobachtende Weise die Geschlechtsidentität und die kindliche Experimentierfreude mit gesellschaftlichen Rollen. Besonders berührend wird es, als sich das Mädchen Lisa in „Mikaël“ verliebt, was Laures Doppelleben kompliziert. Die Enthüllung führt zu Konflikten und Zwang zur Konformität. „Tomboy“ gewann Preise auf queeren Filmfestivals wie den Teddy Jury Award der Berlinale und regt zur Reflexion über Fluidität von Geschlecht an, ohne einfache Antworten zu geben. Mit authentischer Kinderdarstellung fängt er die Zerbrechlichkeit von Identität ein.
Queerer Bezug: „Tomboy“ beleuchtet queere Themen wie Geschlechtsdysphorie und non-binäre Identität bei Kindern. Der Film wurde mit dem Teddy Jury Award der Berlinale ausgezeichnet und fördert das Verständnis für fluide Geschlechterrollen.