- Typ
- Film
- Genre
- Drama, Fantasy, Romanze
- Jahr
- 2004
- Laufzeit
- 118 Minuten
Tropical Malady (Originaltitel: Sud pralad) ist ein thailändischer Film von Apichatpong Weerasethakul aus dem Jahr 2004, der als homoerotisches Liebesdrama beginnt und in ein mythisches Dschungelmärchen übergeht. Der Soldat Keng stationiert sich in einem ländlichen Dorf und verliebt sich zärtlich in den charmanten Bauernsohn Tong. Ihre Beziehung entwickelt sich langsam durch gemeinsame Ausflüge in die sommerliche Landschaft, Besuche in Kinos und Bars. Keng wirbt offen um Tongs Liebe, der zunächst zögerlich reagiert, doch eine tiefe Verbindung entsteht.
Mitten im Film bricht die Realität ab: Tong verschwindet spurlos, und Keng jagt eine mysteriöse Bestie – einen Tigergeist –, der das Dorf terrorisiert. Der Film verschmilzt Liebe mit thailändischen Legenden von Menschen, die sich in Tiere verwandeln. Als queeres Meisterwerk thematisiert er schwule Liebe subtil und poetisch, ohne explizite Szenen, und gewann 2004 den Jury-Preis in Cannes. Er erkundet Grenzen zwischen Mensch und Natur, Realität und Mythos und feiert die transformative Kraft der Leidenschaft.
Queerer Bezug: Der Film porträtiert eine zarte schwule Liebesgeschichte zwischen Soldat Keng und Tong, die homoerotisch aufgeladen ist und nahtlos in mythische Elemente übergeht. Er gilt als queeres Kino-Highlight für seine sensible Darstellung verbotener Begierde.