- Typ
- Film
- Genre
- Drama, Fantasy
- Jahr
- 2010
- Laufzeit
- 114 Minuten
Der Film 'Uncle Boonmee erinnert sich an seine früheren Leben' von Apichatpong Weerasethakul erzählt die poetische Geschichte des sterbenskranken Onkel Boonmee, der sich in den thailändischen Dschungel zurückzieht, um seine letzten Tage inmitten der Familie zu verbringen. Dort erscheinen der Geist seiner verstorbenen Frau und sein verschollener Sohn in der Gestalt eines mythischen Waldgeistes mit leuchtenden Augen. Gemeinsam wandern sie durch den Regenwald zu einer Höhle, dem Ort seiner ersten Geburt, und reflektieren über Tod, Reinkarnation und das Zusammenspiel von Mensch, Tier und Geist.
Der Film verbindet Elemente von Fantasy und Drama zu einer hypnotischen Meditation über das Leben und seine vergangenen Existenzen. Obwohl kein expliziter LGBT-Bezug vorhanden ist, wird die queere Sensibilität durch die fluide Überschreitung von Grenzen zwischen Geschlechtern, Spezies und Welten evoziert – eine Thematik, die in Weerasethakuls Werk wiederholt andeutungsvoll mitschwingt und von der queeren Community als inklusiv wahrgenommen wird. Als Palme-d'Or-Gewinner von Cannes 2010 feiert der Film die Magie des Kinos und thailändische Folklore auf einzigartige Weise.
Queerer Bezug: Der Film thematisiert keine expliziten LGBT-Charaktere oder -Handlungsstränge, evoziert jedoch durch die fließenden Grenzen zwischen Mensch, Tier und Geist eine queere Sensibilität, die Identitätsüberschreitungen andeutet und in der queeren Filmkritik geschätzt wird.