- Typ
- Dokumentation
- Genre
- Dokumentarfilm, Historisch, Biografie
- Jahr
- 2012
- Laufzeit
- 88 Minuten
„United in Anger: A History of ACT UP“ ist ein beeindruckendes Dokumentarfilm-Porträt der AIDS-Aktivistenbewegung ACT UP, die in den 1980er Jahren in New York entstand. Der Film, unter der Regie von Jim Hubbard und produziert von Sarah Schulman, nutzt seltene Archivaufnahmen und mündliche Geschichten von ACT UP-Mitgliedern, um die Entstehung und den Kampf der Gruppe darzustellen. Ausgelöst durch die verheerende AIDS-Krise, die vor allem schwule Männer traf, formierte sich ACT UP (AIDS Coalition to Unleash Power) 1987 als Graswurzelbewegung aus Menschen aller Rassen und Klassen.
Der Dokumentarfilm zeigt atemberaubende Aktionen wie die Besetzung der FDA, „Stop the Church“ und den „Day of Desperation“. ACT UP stellte sich gegen Regierungsuntätigkeit, kirchliche Homophobie, Pharma-Gier und gesellschaftliche Ignoranz. Der Film beleuchtet die komplexe Kultur der Gruppe: intensive Meetings, Affinitätsgruppen, zivilen Ungehorsam, vermischt mit tiefer Trauer, Sexualität und unbändiger Energie. Besonders relevant für die LGBT-Community ist die Darstellung, wie queere Menschen durch Solidarität und Wut die AIDS-Politik revolutionierten, Leben retteten und die Welt veränderten. „United in Anger“ ist ein inspirierendes Vermächtnis dieses Kampfes.
Queerer Bezug: Der Film dokumentiert die zentrale Rolle der LGBT-Community, insbesondere schwuler Männer, im ACT UP-Aktivismus gegen die AIDS-Epidemie und Homophobie. Er zeigt, wie queere Solidarität Regierungen und Pharmafirmen zum Handeln zwang.