- Typ
- Film
- Genre
- Drama
- Jahr
- 2011
- Laufzeit
- 93 Minuten
Der Film 'Vergiss dein Ende' aus dem Jahr 2011, inszeniert von Andreas Kannengießer, erzählt in fragmentarischen, unchronologischen Rückblenden die Lebenskrise der älteren Hannelore (Renate Krößner). In einer zermürbenden Alltagsroutine in Berliner Plattenbauten leidet sie unter Isolation und beginnender Demenz, die ihre Freiheit raubt. Kurzentschlossen flieht sie ihrem Nachbarn Günther (Dieter Mann) nach, der zum Haus seines kürzlich verstorbenen Lebenspartners fährt – einer kleinen, idyllischen Insel.
Dort sucht Hannelore nach neuem Halt, ignoriert Anrufe ihres Sohnes und versucht, ein pseudo-normales Leben aufzubauen. Der Film thematisiert radikale Abkehr von Verantwortung, Schuld und die mühsame Suche nach sich selbst inmitten von Krankheit und Verlust. Der subtile LGBT-Bezug ergibt sich durch Günthers homosexuelle Partnerschaft, die als natürlicher Hintergrund seine Trauer prägt und Themen von Liebe, Verlust und Annäherung zwischen den Protagonisten vertieft. Mit grauer, trüber Ästhetik kontrastiert die Inselidylle, was die innere Zerrissenheit unterstreicht und eine Gratwanderung zwischen Verzweiflung und Hoffnung zeichnet.
Queerer Bezug: Der Film zeigt einen schwulen Nebenprotagonisten, dessen verstorbenen Lebenspartner er betrauert, und integriert so subtil queere Erfahrungen von Liebe und Verlust in die Geschichte zweier isolierter Menschen.