Wilde

Typ
Film
Genre
Biografie, Drama, Historie
Jahr
1997
Laufzeit
118 Minuten
Wilde

Der Film 'Wilde' aus dem Jahr 1997 ist eine eindringliche Biografie über das Leben des irischen Schriftstellers Oscar Wilde, brillant verkörpert von Stephen Fry. Er erzählt von Wildes Aufstieg als erfolgreicher Theaterautor und gesellschaftlicher Star im viktorianischen England bis zu seinem dramatischen Fall. Nach seiner Rückkehr aus einer Vortragsreise in den USA heiratet Wilde die schöne Constance Lloyd und wird Vater von zwei Söhnen. Parallel entdeckt er seine Homosexualität durch die Beziehung zu Robert Ross und vor allem zu Lord Alfred Douglas, genannt Bosie, gespielt von Jude Law.

Der Konflikt eskaliert, als Bosies Vater, der Marquess of Queensberry, die Affäre anprangert. Wilde verklagt ihn wegen Verleumdung, was in Gerichtsprozessen mündet, die mit einer Verurteilung wegen 'grober Unzucht' zu zwei Jahren Zuchthaus enden. Der Film zeigt Wildes Leid im Gefängnis, seine Ruine nach der Entlassung und sein Exil in Paris. Rahmenend bildet das Märchen 'Der selbstsüchtige Riese'. Als LGBT-Meisterwerk beleuchtet 'Wilde' die Tragödie von unterdrückter Liebe und gesellschaftlicher Verfolgung, die Wildes Genie zerstört, und bleibt ein Plädoyer für Authentizität.

Queerer Bezug: Der Film porträtiert die Entdeckung und gesellschaftliche Verfolgung von Oscar Wildes Homosexualität durch seine Beziehungen zu Männern, kulminierend in seiner Verurteilung wegen Unzucht. Er thematisiert die Tragödie von unterdrückter Liebe und gesellschaftlichem Tabu im viktorianischen England.

Besetzung